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Christian Arnold gewinnt die erstmalige Zahnarzt-Uri.ch Königsturnier Preisgeldausgabe

22.07.2020 - 20:57

Dass es für den sechsmaligen Finalisten Ivo Baumgartner (R6) dieses Jahr endlich soweit sein sollte mit dem ersten Zahnarzt-Uri.ch Königsturnier Titel, unterstrich der Altdorfer mit einem fulminanten Viertelfinal-Auftritt gegen die aus Eschholzmatt angereiste Nummer 1 des Turniers Nick Schürmann (R5). Baumgartner, sicherlich einer der komplettesten Spieler im gesamten Teilnehmerfeld, zeigte gewohnt viel Spielwitz, egal ob drei Meter hinter der Grundlinie oder am Netz, er vermochte mit zum Teil unglaublichen Passierbällen und Volleys das Publikum zu begeistern (6:3/6:3).

Im Halbfinale wartete dann kein Geringerer als der an Nummer 4 gesetzte Geheimfavorit Christian Arnold (R6). Dieser zeigte zuvor zwar etwas Nerven in seinem Viertelfinale gegen Leandro Corrado (R6), als er deutlich mit 6:3 5:3 führte und zu zwei Matchbällen kam. Fast schon kläglich vergab er diese. Corrado hatte nun Blut geleckt und streckte sich noch mehr nach den Bällen, kämpfte mit aller Macht gegen die vermeintliche Niederlage an. Doch es half alles nichts, am Ende brachte Arnold den Sieg, bereits im Tiebreak angekommen, mit dem 6. Matchball nach Hause (6:3/7:6).

Das im Vorfeld hoch gehandelte Halbfinale zwischen Baumgartner und Arnold verkam zu einem zähen Ringen. Baumgartner schien stark beeindruckt von der schier unglaublichen Länge und Präzision in den Schlägen von Arnold, wie sonst liesse sich die verhaltene Herangehensweise vom gewohnt vor Spielwitz sprudelnden Baumgartner erklären. Und wenn er mal etwas Überraschendes wie einen Stoppball versuchte, hatte Arnold stets eine passende Antwort, reagierte zudem bärenstark unter Druck. Baumgartner gelang es zwar, den ersten Satz im Tiebreak zu gewinnen, dennoch schien Arnold der leicht stärkere Spieler zu sein. Baumgartner musste sämtliche Register seiner Spielkunst ziehen, um irgendwie dran zu bleiben. Erwähnenswert ist hierbei sicherlich das überraschend aus Hüfthöhe aufgeschlagene Ass, mit dem er einen Satzball abwehrte, um sich schliesslich in einen Long-Set zu retten. Arnold war dann aber doch zu sicher in seinen Schlägen, zu schnell auf den Beinen, schlicht zu gut, womit die Gegenwehr auf Baumgartners Seite zunehmend weniger wurde, sein Kampfgeist gebrochen schien (6:7/7:5/6:2).

Da sich drei der vier Topfavoriten in der oberen Hälfte des Tableaus mit zwölf Teilnehmern befanden, sprach alles für einen Durchmarsch vom Sieger aus dem Jahre 2017, Cyrill Wyss (R5), in der unteren Hälfte. Nach einem Freilos im Achtelfinale und einem soliden Startspiel gegen Dankmar Kolthoff (R7), der einen guten Auftritt hinlegte (6:1/6:2), folgte das Duell mit Denis Senn (R6) im Halbfinale. Letzterer liess zuvor im Achtelfinale gegen den erfahrenen Simon Bosshard (R7) nur wenig zu und überstand das Viertelfinale gegen Turnierleiter Andreas Wyss (R6) mit 6:1/7:5. Zu Beginn des Spiels konnte Cyrill Wyss mit seiner herausragenden Rückhand das Spielgeschehen dominieren und den ersten Satz mit 6:1 ins Trockene bringen. Trocken blieb es dann jedoch nicht mehr, da ein leichter Regen einzusetzen begann. Dennoch konnte dank den Altwetterplätzen auf der TC Dätwyler Anlage vorerst weitergespielt werden. Die dementsprechend feucht und damit immer schwerer gewordenen Bälle schienen das Spiel etwas auszugleichen, Gewinnschläge von der Grundlinie wurden fast unmöglich. Senn gelang es nach hartem Kampf einen dritten Satz zu erzwingen, welcher auf Grund der Nachtruheregelung in der Halle des RTC Seedorf ausgetragen werden musste. Dort setzte sich Wyss dann schliesslich insgesamt mit 6:1/6:7/6:3 durch und zog ins Finale ein.

Das Finale des mit Geld- und Sachpreisen über 700 Franken dotierten Turniers war nicht zuletzt vom Duell der von Christian Arnold inside-out geschlagenen Vorhand aus der Rückhand-Ecke auf die starke Rückhand von Cyrill Wyss geprägt. Arnold agierte dabei mit einer besseren Länge und der grösseren Sicherheit und führte schnell 4:1. Wyss schaffte es nochmals heranzukommen auf 4:4, musste sich dann aber zum Satz breaken lassen. Im zweiten Umgang zog Arnold wieder schnell 3:0 davon und durfte am Schluss den Siegerpokal in die Höhe stemmen (6:4/6:3).